Service 1

Dieses Gebäude ist ein Stahlbetonskelettbau, wie er für die Leipziger Straße durch das Wohnungsbaukombinat Berlin entwickelt wurde. Es weicht vom System ab, in dem es abgewinkelt den Übergang zu den Wohnhäusern der Großen Wallstraße schafft. Die beiden unteren Geschosse wurden erhöht, um gewerbliche Einrichtungen aufzunehmen. In diesem Fall ein Kinderkaufhaus. Das war 1978. Heute beherbergt das Haus andere Nutzer.

Neben der notwendigen Belebung der Innenstadt sollte die Leipziger Straße auch als Zufahrt zum damaligen Regierungsviertel (Ostberlin) einen repräsentativen Charakter vermitteln. 

Das Haus stellte eine Platzwand zum ehemaligen Spittelmarkt dar, der gegenüber von der elfgeschossigen Wohnbebauung begrenzt wird. Durch die Bauten nach 1989 wurde der Platz städtebaulich aufgelöst.

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Service 2

Anstelle eines ehemaligen Bauernhofs mit katholischer Kirche wurde nach dem Abriss ein katholisches Gemeindezentrum geplant. Es war Bestandteil des mit Devisen finanzierten Kirchenbauprogramms, das die DDR 1980 aufgelegt hatte. Leider gelang es mir nicht, das von der Kurzen Straße 4 in die Tiefe reichende Grundstück durch einen Flächentausch entlang der Straße zu entwickeln. Da die Kirche an der Straße stehen sollte, mussten das Gemeindezentrum tief gestaffelt dahinter angeordnet werden. Für die Zuwegung stand nur wenig Raum zur Verfügung. Der Kirchhof liegt in der Mitte, zu Füßen des Glockenturms, wo sich auch der Zugang zum Kirchenraum befindet. 

Der Kirchenraum ist als zweigeteiltes "Wüstenzelt" mit gegensätzlicher Neigung entworfen und wird, den Bund zeigend, durch einen  massiven gekreuzten Träger gehalten. Der Entwurf entstand in enger und hilfreicher Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Ordinariat. Mit Generalvikar Lothar Steinke fand die Grundsteinlegung am 21.Juni 1983 statt; die Einweihung erfolgte am 28.April 1985. Leider hat der damalige Chefarchitekt des Magistrats seine Zusage, keine Plattenbauten unmittelbar neben der Kirche zu errichten, nicht eingehalten.

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Service 3

Ein Abkommen zwischen der DDR und Mosambik beinhaltete den Bau von Wohngebieten in Großtafelbauweise einschließlich der Beton-Fertigungsstätten. Da aufgrund vieler Umstände dieses Programm nicht umgesetzt werden konnte, bekam ich den Auftrag, eine Alternativlösung zu entwickeln, die mit Ressourcen aus der Umgebung Maputos umgesetzt werden konnte. Daraus entstand die gezeigte Wohnanlage, die ich im ortsansässigen Büro des Ministeriums für Wohnungsbau  entwarf. Die Planung dauerte von 1982 bis 1984. Die Bauausführung wurde von lokalen Unternehmen unter Leitung von Bernd Stich organisiert und überwacht, in der Zeit von 1983 bis 1988.

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